Gold minus 30 Prozent: Lohnt sich eine Beimischung?
Gold ist seit Januar rund 30 Prozent vom Rekordhoch gefallen. Ob eine Beimischung sinnvoll ist, wie viel Prozent realistisch sind und was steuerlich gilt.
Vor ein paar Monaten war in den Nachrichten fast nur von Gold-Rekorden die Rede. Jetzt liest du etwas anderes: Der Goldpreis ist seit seinem Allzeithoch im Januar um rund 30 Prozent gefallen – die schärfste Korrektur seit über zehn Jahren, mitausgelöst durch steigende Zinsen auf US-Staatsanleihen. Dein Götti, der sich noch auf dem Höhepunkt ein paar Krügerrand-Münzen zugelegt hat, ist plötzlich weniger euphorisch. Dein ETF-Depot (Exchange Traded Fund) mit Aktien und Obligationen läuft weiterhin solide – trotzdem bleibt eine Frage hängen, und zwar zwei verschiedene, je nachdem, wo du stehst: Hast du noch kein Gold im Depot, lohnt sich jetzt ein Einstieg? Hast du schon eine Position, lohnt sich ein Nachkauf?
Die kurze Antwort: Weder Euphorie noch Panik sind hier die richtige Reaktion, und im Kern ist die Antwort für beide Situationen dieselbe. Eine kleine Gold-Position kann dein ETF-Depot sinnvoll ergänzen, unabhängig davon, ob der Kurs gerade 30 Prozent unter oder über seinem Hoch steht, denn der Grund für die Beimischung war nie die Kursprognose. Hier geht es um die Praxis dazu: wie viel Beimischung realistisch ist, was die Zinsentwicklung bei US-Staatsanleihen mit dem Goldpreis zu tun hat, ob physisches Gold oder ein Gold-ETC (Exchange Traded Commodity, ein börsengehandeltes Wertpapier auf einen Rohstoff) die bessere Wahl ist und was du bei Steuererklärung und Kosten beachten musst.
Warum überhaupt Gold ins ETF-Depot?
Der Goldpreis hat 2025 in Dollar gerechnet um mehr als 60 Prozent zugelegt und Ende Januar 2026 mit rund USD 5'590 je Feinunze ein Allzeithoch erreicht. Seither ist der Kurs deutlich zurückgekommen: Mitte 2026 notierte Gold bei rund USD 4'000 bis 4'100, ein Rückgang von knapp 30 Prozent vom Hoch und die schärfste Korrektur seit über einem Jahrzehnt. Marktbeobachter werten das bislang nicht als grundsätzliche Trendwende, sondern als happige, aber nicht untypische Verschnaufpause nach einer aussergewöhnlichen Rally, ausgelöst unter anderem durch eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank und Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg.
Für dein ETF-Depot ist weniger die Kursentwicklung der letzten zwölf Monate interessant als die Rolle, die Gold langfristig spielen kann. Gold korreliert historisch nur schwach mit Aktien und Obligationen, in ausgeprägten Krisenphasen – Finanzkrisen, hohe Inflation, geopolitische Schocks – hat sich der Goldpreis in der Vergangenheit oft gegenläufig zu den Aktienmärkten bewegt. Diese fehlende Gleichlaufbewegung ist der eigentliche Grund für eine Beimischung, nicht die Aussicht auf einen weiteren Kursanstieg oder eine schnelle Erholung.
Wichtig für die Einordnung: Weder ein Rekordhoch noch ein Kursrückgang von 30 Prozent machen eine langfristig gedachte, kleine Beimischung automatisch zum richtigen oder falschen Entscheid. Wer nach einer Rally aus Angst, etwas zu verpassen, einsteigt, kauft tendenziell zum ungünstigsten Zeitpunkt. Wer nach einem Rückschlag aus Angst vor weiteren Verlusten komplett aussteigt, begeht denselben Fehler in die andere Richtung. Eine bewusst kleine, langfristige Position unterscheidet sich fundamental von einer Wette auf die nächste Kursbewegung, in welche Richtung auch immer.
Was US-Anleihenzinsen mit dem Goldpreis zu tun haben
Gold wirft keine Zinsen und keine Dividende ab. Wer Gold hält, verzichtet damit auf das, was er stattdessen mit einer sicheren, verzinslichen Anlage verdienen könnte, allen voran mit US-Staatsanleihen, dem weltweiten Referenzzins. Entscheidend ist dabei nicht der nominale Zins, sondern der Realzins, also der Zins nach Abzug der erwarteten Inflation. Steigt der Realzins, wird das Halten von zinslosem Gold im Vergleich teurer, und Kapital wandert tendenziell in verzinsliche Anlagen ab. Sinkt der Realzins oder wird er gar negativ, verliert diese Alternative ihren Reiz, und Gold gewinnt relativ an Attraktivität.
Genau dieser Mechanismus steckt hinter einem Teil der aktuellen Korrektur. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag Anfang August 2026 bei rund 4,7 Prozent, die um die Inflationserwartung bereinigte Realrendite bei rund 2,2 Prozent, ein Niveau, das historisch eher als Gegenwind für Gold gilt. Die US-Notenbank hat den Leitzins zuletzt mehrfach in Folge unverändert gelassen, am Terminmarkt wird inzwischen sogar eine mögliche weitere Zinserhöhung eingepreist statt der zuvor erwarteten Senkungen. Diese restriktivere Erwartungshaltung hat die Realzinsen steigen lassen und damit einen Teil des Kapitals aus Gold zurück in verzinsliche Anlagen gelenkt.
Für deine Entscheidung heisst das nicht, dass du jetzt die nächste Fed-Sitzung vorhersagen musst. Es erklärt aber, warum der Goldpreis 2026 stärker auf Zinsdaten und Notenbank-Kommunikation reagiert als auf Schlagzeilen. Wer erwartet, dass die Realzinsen mittelfristig wieder sinken, etwa weil die Notenbank doch früher lockert, sieht darin eher Rückenwind für Gold. Wer mit anhaltend hohen Realzinsen rechnet, sollte keine schnelle Erholung einpreisen. Beides bleibt eine Einschätzung, keine Gewissheit, und genau deshalb bleibt die Grössenordnung deiner Beimischung wichtiger als der genaue Einstiegszeitpunkt.
Wie viel Beimischung ist sinnvoll?
Die meisten seriösen Einschätzungen – etwa von Verbraucherzentralen und Vermögensverwaltern – bewegen sich in einer Spanne von 5 bis 10 Prozent des Gesamtportfolios. Wer mit anhaltenden Krisen, hoher Staatsverschuldung oder einer Phase negativer Realzinsen rechnet, kann diesen Anteil bewusst höher ansetzen, deutlich darüber hinaus wird aus der Beimischung aber schnell eine eigenständige Wette auf den Goldpreis. Zur Einordnung, was das in Franken bedeutet:
| Depotgrösse | 5% Gold | 7,5% Gold | 10% Gold |
|---|---|---|---|
| CHF 20'000 | CHF 1'000 | CHF 1'500 | CHF 2'000 |
| CHF 50'000 | CHF 2'500 | CHF 3'750 | CHF 5'000 |
| CHF 100'000 | CHF 5'000 | CHF 7'500 | CHF 10'000 |
Unter etwa 5 Prozent bleibt der Diversifikationseffekt spürbar, aber begrenzt. Über 10 bis 15 Prozent beginnt Gold, das Gesamtportfolio spürbar zu prägen – inklusive der jahre- bis jahrzehntelangen Seitwärtsphasen, die der Goldpreis in der Vergangenheit ebenfalls kannte. Für die meisten ETF-Anlegerinnen und -Anleger mit einem breit diversifizierten Aktien-Obligationen-Kern ist eine Grössenordnung von 5 bis 10 Prozent ein vernünftiger Ausgangspunkt.
Wie bei jeder Beimischung gilt: Leg die Zielquote fest, bevor du kaufst, nicht danach. Wer erst nach steigenden Kursen eine Position aufbaut und sie dann laufend erhöht, weil «es ja gerade gut läuft», verwässert genau die Diversifikationslogik, die eine Beimischung überhaupt rechtfertigt.
Neu einsteigen oder nachkaufen: zwei unterschiedliche Fragen
Nach einer 30-Prozent-Korrektur ist «lohnt sich Gold noch» eigentlich die falsche Frage. Relevanter sind zwei unterschiedliche Situationen, je nachdem, wo du stehst.
Du hast noch kein Gold im Depot. Für dich ändert der Rückgang am Grundsatz wenig: Die Diversifikationslogik von oben gilt unabhängig vom Kursniveau, und ein Einstieg nach einem 30-Prozent-Rückgang ist mit Blick auf den Einstiegspreis eher günstiger als einer auf dem Rekordhoch im Januar. Eine Garantie, dass der Kurs nicht weiter fällt, ist das aber nicht. Baue deine Zielquote darum nicht auf einen Schlag auf, sondern schrittweise über mehrere Monate, etwa mit demselben Cost-Average-Prinzip, das auch bei ETF-Sparplänen funktioniert.
Du hast bereits eine Gold-Position. Dann ist die Korrektur weniger eine neue Entscheidung als ein Test für die Regel, die du dir vorher zurechtgelegt haben solltest (siehe Praxistipp weiter unten): Ist deine Position durch den Kursrückgang spürbar unter die Zielquote gefallen, kaufst du gemäss dieser Regel einen kleinen Betrag nach, nicht weil du auf eine Erholung wettest, sondern weil deine Allokation es vorsieht. Ist sie nur leicht gefallen, musst du gar nichts tun.
In beiden Fällen bleibt die Grösse der Position die wichtigere Stellschraube als der genaue Zeitpunkt: Eine 5-bis-10-Prozent-Beimischung übersteht auch eine weitere Korrektur problemlos, eine deutlich grössere Position nicht.
Physisches Gold oder Gold-ETC?
Für die Umsetzung stehen dir zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege offen.
Physisches Gold – Barren oder Anlagemünzen wie Krügerrand, Vreneli oder Maple Leaf – kaufst du bei einer Bank oder einem spezialisierten Händler. Anlagegold (Barren und Münzen ab 995 respektive 900 Tausendstel Feingehalt) ist in der Schweiz von der Mehrwertsteuer befreit, das unterscheidet Gold von den meisten anderen physischen Anlagegütern. Dafür trägst du die Verantwortung für Lagerung und Versicherung selbst, sei es im Bankschliessfach mit laufender Gebühr oder, weniger empfehlenswert, zu Hause. Beim Kauf und Verkauf zahlst du zudem ein Aufgeld (Agio), die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis der Bank oder des Händlers, das je nach Anbieter und Stückelung spürbar ausfallen kann.
Ein Gold-ETC kaufst du dagegen genauso wie einen ETF: über deinen bestehenden Broker, mit derselben Kontonummer, ohne separates Schliessfach. Seriöse Anbieter hinterlegen den ETC vollständig mit physischem Gold, das in einem Tresor liegt, du hältst aber ein Wertpapier auf dieses Gold, nicht das Gold selbst. Damit trägst du ein kleines zusätzliches Gegenparteirisiko, sollte der Emittent oder die Verwahrstelle in Schieflage geraten – bei etablierten Anbietern gering, aber nicht null. Im Gegenzug profitierst du von deutlich engeren Spreads, täglicher Handelbarkeit während der Börsenzeiten und, anders als beim physischen Kauf, keiner Mehrwertsteuerfrage, weil der ETC ohnehin nicht der Mehrwertsteuer unterliegt.
Ein Detail, das beim Kostenvergleich oft untergeht: Auf den Kauf eines Gold-ETC über einen Schweizer Broker fällt die eidgenössische Stempelsteuer an, 0,15 Prozent bei inländisch domizilierten Produkten wie den unten genannten. Beim Kauf von physischem Gold bei Bank oder Händler fällt diese Abgabe nicht an, weil es sich um keine Effekte (Wertpapier) handelt. Dafür ist das Aufgeld beim physischen Kauf in aller Regel höher als die Stempelsteuer beim ETC. Unter dem Strich ist der Gold-ETC für die meisten Anlegerinnen und Anleger mit einer kleinen, liquiden Beimischung der praktischere und oft auch günstigere Weg, physisches Gold bleibt attraktiv für alle, die Wert auf einen direkten, von jedem Emittenten unabhängigen Besitz legen.
Die besten Gold-ETC für Schweizer Anleger
Wer sich für den ETC-Weg entscheidet, hat an der SIX Swiss Exchange die Wahl zwischen mehreren, in der Schweiz domizilierten Produkten. Die drei bekanntesten im Vergleich der TER (Gesamtkostenquote, Total Expense Ratio):
| Gold-ETC | TER pro Jahr | Lagerung |
|---|---|---|
| iShares Gold ETF (CH) | 0,19% | Keine expliziten Angaben zu Lagerort/Wertschriftenleihe |
| UBS Gold ETF | 0,23% | Transparent dokumentiert |
| ZKB Gold ETF | 0,40% | 100% physisch, nur Schweiz, keine Wertschriftenleihe |
Das iShares Gold ETF (CH, ISIN CH0104136236) ist mit 0,19 Prozent das günstigste in der Schweiz domizilierte Produkt, macht aber keine expliziten Angaben zu Lagerort und Ausschluss von Wertschriftenleihe. Das ZKB Gold ETF ist mit 0,40 Prozent am teuersten, dafür zu 100 Prozent physisch und ausschliesslich in der Schweiz gelagert, ohne Wertschriftenleihe und als Sondervermögen nach Kollektivanlagengesetz ohne Emittentenrisiko. Das UBS Gold ETF liegt kostenmässig dazwischen und dokumentiert seine Lagerung ebenfalls transparent. Wer maximale Transparenz will, zahlt dafür beim ZKB-Produkt einen Aufpreis von rund 0,2 Prozentpunkten pro Jahr gegenüber der günstigsten Variante, bei einer Position von CHF 5'000 sind das rund CHF 10 pro Jahr.
Ein Punkt, der bei allen drei Produkten gleich ist: Sie bilden den Goldpreis in US-Dollar ab, ungehedged. Steigt der Franken gegenüber dem Dollar, schmälert das deine Rendite in CHF, selbst wenn der Goldpreis in Dollar zulegt, und umgekehrt. Für eine kleine, breit diversifizierende Beimischung ist dieses zusätzliche Währungsrisiko in der Regel zu verschmerzen, wer es aktiv vermeiden will, muss gezielt nach gehedgten Varianten suchen, die in der Schweiz ein kleineres Angebot haben und meist etwas teurer sind.
Für den Kauf eignet sich ein Broker mit Zugang zur SIX und tiefen Courtagen, etwa Saxo, wo du dein ETF-Kerndepot ohnehin schon führen kannst.
Wie wird Gold besteuert?
Kursgewinne: Verkaufst du Gold oder einen Gold-ETC mit Gewinn, ist dieser Gewinn als Privatperson in aller Regel steuerfrei, genau wie bei Aktien und ETF, solange du nicht als «gewerbsmässiger Wertschriftenhändler» giltst. Die ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung) prüft dabei dieselben Kriterien wie bei anderen Wertschriften: Haltedauer von mindestens sechs Monaten, keine Fremdfinanzierung des Kaufs, Transaktionsvolumen unter dem Fünffachen des Bestands zu Jahresbeginn und realisierte Gewinne unter 50 Prozent deines steuerbaren Einkommens. Eine langfristig gehaltene Beimischung erfüllt diese Kriterien normalerweise ohne Probleme.
Vermögenssteuer: Sowohl physisches Gold als auch ein Gold-ETC zählst du zu deinem steuerbaren Vermögen und deklarierst es zum Kurswert per 31. Dezember. Beim ETC liefert dir dein Broker den Wert in aller Regel automatisch für den Steuerauszug, so wie bei jedem anderen Wertpapier. Bei physischem Gold ermittelst du den Wert selbst, anhand des Jahresendkurses, den Banken und Handelsplattformen veröffentlichen, und trägst ihn in der Steuererklärung ein.
Stempelsteuer: Wie oben erwähnt fällt beim Kauf und Verkauf eines Gold-ETC über einen Schweizer Broker die Umsatzabgabe an (0,15 Prozent bei inländisch domizilierten Produkten), beim Kauf von physischem Gold bei Bank oder Händler nicht, da es sich um keine Effekte handelt. Dafür ist physisches Anlagegold von der Mehrwertsteuer befreit, ein Gold-ETC unterliegt ohnehin keiner Mehrwertsteuer, weil es sich um ein Wertpapier und keine physische Ware handelt.
Die aktuelle Korrektur als Realitätscheck
Gold ist historisch keine Einbahnstrasse, und die letzten Monate liefern dafür ein aktuelles Beispiel: Auf das Allzeithoch im Januar 2026 folgte eine der schärfsten Korrekturen seit über zehn Jahren, rund 30 Prozent Rückgang innerhalb weniger Monate. Das ist kein Ausreisser. Nach dem Rekordhoch von 1980 dauerte es, inflationsbereinigt, gut zwei Jahrzehnte, bis der Goldpreis dieses Niveau real wieder erreichte. Zwischen 2011 und 2015 verlor Gold rund 40 Prozent seines Werts und blieb danach mehrere Jahre in einer breiten Seitwärtsbewegung. Starke Rallys werden in der Gold-Geschichte regelmässig von happigen Korrekturen abgelöst.
Das eigentliche Risiko liegt weniger im Kursrückgang selbst als in der Reaktion darauf. Wer im Hoch aus Euphorie eingestiegen ist und jetzt aus Frust wieder verkauft, realisiert genau in dieser Reihenfolge einen Verlust, den eine durchgehaltene, kleine Beimischung nie gehabt hätte. Wer umgekehrt jetzt aus Angst vor weiteren Verlusten komplett aussteigt, begeht denselben Fehler wie der Einstieg auf dem Hoch, nur in die andere Richtung. Diese Muster zählen beim ETF-Investieren ebenso zu den teuersten Anlegerfehlern wie bei einer Gold-Beimischung. Die Beimischung funktioniert nur, wenn du sie als festen, kleinen Baustein deiner Anlagestrategie behandelst, unabhängig davon, ob die Schlagzeilen gerade Rekorde oder Korrekturen vermelden.
Praxistipp: Eine feste Rebalancing-Regel für deine Gold-Position
Leg dir vor dem ersten Kauf eine Regel zurecht, die du später nicht mehr diskutierst: Wächst deine Gold-Position durch Kursgewinne auf deutlich mehr als das Anderthalbfache deiner Zielquote – bei einer Zielquote von 8 Prozent also auf über 12 Prozent des Depots – verkaufst du den Überschuss und führst ihn deinem Aktien-Obligationen-Kern zu. Ist sie, wie aktuell nach der Korrektur bei vielen der Fall, deutlich unter die Zielquote gefallen, kaufst du bei der nächsten regulären Rebalancing-Runde einen kleinen Betrag nach, nicht aus Bauchgefühl, sondern weil es die vorher festgelegte Regel so vorsieht. So bleibt die Beimischung diszipliniert, egal ob die Schlagzeilen gerade von Rekordhochs oder von Korrekturen handeln.
Fazit: Dein nächster Schritt
Eine Gold-Beimischung von 5 bis 10 Prozent kann dein ETF-Depot sinnvoll ergänzen, unabhängig davon, ob der Kurs gerade in Rekordlaune ist oder wie aktuell rund 30 Prozent unter seinem Hoch notiert. Sie ersetzt aber nicht dein diversifiziertes ETF-Kerndepot, sie ergänzt es höchstens, und sie ist kein Ersatz für eine durchdachte Asset Allocation.
Dein nächster Schritt: Leg deine Zielquote schriftlich fest, unabhängig von der aktuellen Kursentwicklung. Prüfe dann, ob du neu einsteigst oder eine bestehende Position nachfüllst, entscheide dich für einen Weg – physisches Gold für den direkten Besitz oder ein Gold-ETC über deinen bestehenden Broker für Liquidität und tiefe Kosten – und bleib dabei, egal ob der Kurs in den nächsten Jahren weiter korrigiert oder sich wieder Richtung Rekordhoch bewegt.
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